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среда, 26 апреля 2017 г.

Craig Erickson, Rob Lamothe & The Voodoo Brothers - Ride

Bitrate: 320K/s
Year: 2003
Time: 46:09
Size: 105,8 MB
Label: Provogue
Styles: Blues/Blues Rock
Art: Front

Tracks Listing:
 1. Deep River - 5:30
 2. Ride - 4:14
 3. Conection - 4:04
 4. Hide With You - 4:17
 5. Too Good For Me - 4:39
 6. Which Way To Go - 5:25
 7. Everybody's Crazy - 3:28
 8. Walk Away - 5:25
 9. Echo Hill - 6:52
10. Walk Away Jam/Outro - 2:12

Musicians:
Rob Lamothe - lead vocals, harmony vocals and percussion;
Craig Erickson - guitars, harmony vocals, lead vocals and percussion;
Paul Intson - bass, organ, harmony vocals and percussion;
Richard Bell - Hammond organ;
Danny Lockwood - drums, harmony vocals and percussion.

Vor ungefahr 15 Jahren gab es eine Band, RIVERDOGS, die war zum Verlieren geboren. Die waren namlich so gut, dass sie ihre Mischung aus Rock & Roll, bluesig-souligem Gesang, wunderschonen Balladen und Hard Rock nicht an den Mann bringen konnten und bald von der Grunge-Dilettanten-Schrabbelwelle hinweggefegt wurden. Na ja, ein klein wenig waren sie auch selber schuld, denn sie haben es nicht geschafft, den hohen Qualitatsanspruch ihrer besten Songs uber die gesamten CD-Langen zu bringen und deshalb schlichen sich immer ein paar Durchhanger ein. Andererseits, die 75% gro?artiger Songs auf jeder ihrer Platten hatten fur samtliche Grunger bis an deren Lebensende (das bei dem einen und anderen dann auch relativ schnell kam) gereicht.  Vor gut 10 Jahren wurde ein weiterer Flitzefinger-Gitarrist aus der beruchtigten 6-Saiten-Schule des Mike Varney entlassen und nervte ein paar Jahre lang auf diversen Neo-Heavy-Bluesrock-Compilations aus dem Hause Blues Bureau, dem Mr. Varney als Chef und Produzent ("bei mir darf spielen wer will, hinterher klingt eh alles gleich") vorstand. Vor etwa 2 Jahren trafen sich der Loser von den RIVERDOGS, genannt Rob Lamothe, und der funky angehauchte Dudelkonig aus dem Spiel-schneller-oder-es-gibt-was-auf-die-Finger-Labor, seine Eltern tauften ihn Craig Erickson, und nahmen ihre erste gemeinsame CD "Shine" unter dem Namen CRAIG ERICKSON PROJECT auf. Und jetzt liegt ihre zweite Kollaboration vor. Lamothe und Erickson firmieren mittlerweile unter eigenem Namen und anonymisieren ihre Begleitmucker als THE VOODOO BROTHERS.
"Ride" ist eine Platte, die Menschen wie mir gefallt. Nur leider, fur einen auch nur halbwegs zufriedenstellenden kommerziellen Erfolg sind die beiden der Zeit mal wieder hinterher. Knapp 25 Jahre, wurde ich sagen. Damals hatte man Erickson und nicht ab '83 einen gewissen Stevie Ray Vaughan als neuen Gitarren-Heilsbringer ausgerufen. Und Lamothe ware seinerzeit als direkter Nachfolger von Gesangshelden wie Paul Rodgers durchgegangen. SRV und Rodgers sind heute Legenden, der eine etwas toter als der andere, und Rob und Craig werden sich wohl auf ewig den Angriffen boser Menschen erwehren mussen, die sie als Epigonen bezeichnen. Das ist eindeutig unfair, denn den beiden muss man eine mehr als anstandige Leistung bescheinigen und, bitte, was sollen sie denn tun? Sie stehen nunmal auf diese Musik und die bringen sie ehrlich, (im Rahmen des heute moglichen) authentisch und musikalisch perfekt ruber. Ganz speziell der Gesang ist durch und durch von Seele getrankt und steht Lichtjahre uber dem Gejaule vieler Mochtegernblueser der heutigen Generation. Okay, fur einen Genreklassiker wird es bei "Ride" naturlich nicht reichen, aber immerhin fur eine sehr erfreuliche CD aus dem Jahr 2003. Wer also auf Hendrix, Vaughan, satten und unaufgeregten Gesang, leicht funkig gepragten Bluesrock und ein paar nette, gut abgehangene Rocker steht, der sollte sich die Scheibe holen. Das wurde vielleicht helfen, den beiden Protagonisten das Elend eines gewissen Vivian Campbell zu ersparen. Der spielte fruher mit Lamothe bei den Flusshunden und muss sich inzwischen als Tierpfleger bei tauben Leoparden verdingen. Das wollen wir doch alle nicht, oder?

Ride

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